Wirbeltiere

Für Forschende

Naturhistorisches Museum Bern, Sammlung von Amsel Eiern
So vielfältig ist die Natur: Sammlungsbestände von Amsel-Eiern. NMBE/Schäublin

Die Abteilung Wirbeltiere umfasst Sammlungen der Herpetologie, der Mammalogie, der Kynologie, der Ornithologie, der Ichthyologie und der Archäozoologie.

Herpetologie

In der herpetologischen Sammlung findet sich neben zahlreichen Nasspräparaten und Gewebeproben der europäischen Fauna auch umfangreiches Material von anderen Kontinenten. Insbesondere aus Südostasien und Südamerika stammen viele Exemplare aus historischen Sammlungen. Die Frösche Südostasiens bilden einen aktuellen Schwerpunkt der Sammlungserweiterung und Forschung.

Mammalogie

Die Säugetiersammlung umfasst Skelette, Schädel, Felle, Montagen und Gewebeproben vorwiegend aus Afrika, Südamerika und Europa. Die wichtigen historischen Sammlungen wurden ergänzt mit Objekten aus früheren wissenschaftlichen Projekten, der Zusammenarbeit mit Behörden (Jagd, Zoll) oder Funden von Privatpersonen.

Kynologie

Das Museum beherbergt mit gut 2800 Exemplaren die grösste Hundesammlung der Welt. Aufbauend auf dem ältesten Objekt, dem berühmten Bernhardiner «Barry» von 1814, wurde die Sammlung bereits im 19. Jahrhundert intensiv erweitert. Die Albert-Heim-Stiftung für kynologische Forschung unterstützt wissenschaftliche Forschung an Hunden und fördert den permanenten Ausbau der Sammlung. Spenden verstorbener Rassehunde werden jederzeit entgegen genommen.

Ornithologie

Die ornithologische Sammlung besteht vorwiegend aus Bälgen, Montagen, Skeletten, Eiern und Gewebeproben. Geografische Schwerpunkte sind die europäische, insbesondere die Schweizer sowie die südamerikanische Vogelfauna. Wichtige historische Sammlungen bekannter Ornithologen bilden die Basis der Sammlung, die auch heute noch kontinuierlich erweitert wird.

Ichthyologie

Sammlungsschwerpunkte in der ichthyologischen Sammlung sind die Fische des voralpinen Raums. Neben historischem Material beherbergt das Museum die Referenzsammlung des «Projet Lac», einem nationalen Forschungsprojekt in Kooperation mit Eawag, Universität Bern, Bund und Kantonen zur Untersuchung und Dokumentation der Diversität der Schweizer Fischfauna im alpinen Raum. Ein weiterer aktueller Forschungsschwerpunkt ist darüber hinaus die Vielfalt der Fische Südostasiens.

Archäozoologie

In Zusammenarbeit mit dem Archäologischen Dienst des Kantons Bern (ADB) werden Tierknochen aus archäologischen Grabungen ausgewertet. Neben einer umfangreichen archäozoologischen Vergleichssammlung für die Bestimmung der Knochen besitzt das Museum auch historische Belegsammlungen aus dem 19. Jahrhundert. Tierknochen aus prähistorischen und historischen Siedlungen sind wichtige Zeugen der Lebensweise und Umwelt unserer Vorfahren.

Kontakt Archäozoologie