NMBE Queer Sujet

Queer – Diversity is in our nature

Temporary exhibition

There are men, and there are women. Men love women, and vice versa. For hundreds of years, we thought and acted using these categories. But the old certainties are now crumbling. Queer stands for sexual and gender diversity – a diversity that is already part of our society, yet sometimes still leads to controversy. Again and again, we hear the question: What is natural?

The exhibition is translated into German and French only.

Trailer zur Ausstellung «Queer - Vielfalt ist unsere Natur» Test EN NMBE

When it comes to the animal kingdom and to human biology, the answer is almost everything! Nature offers a full spectrum of sexes and sexualities. For example, there are organisms with one, two and a thousand sexes – and some can be more than one sex simultaneously. Science also continues to discover new variations in human sex and gender. Biological sex isn’t as straightforward as we thought for all those years. And gender isn’t just physical, but mental as well.

The special exhibition «Queer – Diversity is in our nature» connects insights from biology with hot topics in our society. An exciting exhibition about the colourful diversity of nature and society.

Rahmenprogramm zur Ausstellung - Events are held in German language only

Verführungen

Queere Menschen entern die Ausstellung und geben eine ganz persönliche Führung. Jeweils am ersten Mittwoch und Donnerstag im Monat. Die Verführungen können auch privat gebucht werden. 

Late Night Drag

Erfolgsshow der transsilvanische Comedy Queen Ágota Dimén und Drag Queen Milky Diamond zum ersten Mal in Bern. Do, 3. Juni 2021

Kamingespräche

Im lauschigen Rahmen vertiefen wir mit spannenden Gesprächspartner*innen die Ausstellung.

Workshops

Queere Themen ganz praktisch

«Living Library» mit queeren Menschen

Die Living Library ist eine Bibliothek – mit einem feinen Unterschied: die Bücher sind Menschen. Erfahre ihre Geschichten im direkten Gespräch. Dieser Anlass wird in Zusammenarbeit mit SCI Schweiz und der Fachstelle für Gleichstellung von Frau und Mann der Stadt Bern im Rahmen des Berner Aktionsmonats «LIKEƎVERYONE» durchgeführt. Fr, 21. Mai 2021

Queere Tiere erleben

Ein Rundgang im Tierpark Bern. Erleben Sie Geschlechtervielfalt in natura! In Kooperation mit dem Naturhistorischen Museum Bern bietet der Tierpark Bern während der Dauer der Ausstellung einen Rundgang zu «queeren» Tierarten im Vivarium. Achtung: Derzeit ist das Viviarium bis auf Weiteres geschlossen. 

Vermittlungsangebot - only available in German language

Für Schulklassen und Lehrpersonen

Anmeldung für den Schulklassenbesuch

Sie wollen mit Ihrer Klasse die Ausstellung besuchen?

Sämtliche Informationen zum Besuch und die verfügbaren Termine und Anmeldung finden Sie hier .

Workshops für Schulklassen

Der interaktive Workshop «Queerfeldein – eine Reise in die Vielfalt unserer Natur»  zeigt die Vielfalt des Lebens auf und das Wissen darüber, dass kein Geschlecht «natürlicher» oder «echter» als ein anderes ist.

Für SuS ab 12 Jahren, max. 24 Personen. 

Der Workshop kann auch von Erwachsenen-Gruppen (Betriebe etc.) gebucht werden. 

Workshop für Lehrpersonen

Der interaktive Workshop «Queerfeldein – eine Reise in die Vielfalt unserer Natur»  zeigt die Vielfalt des Lebens auf und das Wissen darüber, dass kein Geschlecht «natürlicher» oder «echter» als ein anderes ist.

Für Lehrpersonen

Didaktisches Material

Ist hier aufgeschaltet.

Einführung für Lehrpersonen ins didaktische Material

Der Kurs behandelt die praktischen Möglichkeiten um mit den didaktischen Materialien zur Ausstellung «Queer- Vielfalt ist unsere Natur» einen spannenden Unterricht im Museum zu gestalten. 

Kontakt

Wenden Sie sich an unser Team Bildung und Vermittlung für weitere Informationen. 

Ihr Anlass

Buchen Sie private Führungen (mit queeren Guides), Workshops (für Gruppen, Betriebe, etc) und Anlässe in der Ausstellung – wenden Sie sich bitte an die Leiterin Gastro und Event oder buchen Sie die Anlass direkt auf unserer Webseite

Was gibt es zu sehen?

Vielfalt – In der Natur ist nichts normal

In der ersten Zone geht es um «Queerness» in der Natur: Sie wirft einen ausführlichen Blick auf geschlechtliche Vielfalt in der Tierwelt (Geschlechtswechsel, Zwitter, Jungfernzeugung, eines oder auch tausende Geschlechter). Gezeigt wird zum Beispiel der Clownfisch, der wie auf Knopfdruck sein Geschlecht ändern kann, die Kaukasische Feldeidechse, bei der es keine Männchen gibt, oder der Gemeine Spaltblättling, der über 23‘328 Geschlechter verfügt. Welche Funktionen haben solche Phänomene? Welchen evolutionären Sinn erfüllen sie – oder müssen sie das überhaupt? Thematisiert wird hier auch, dass homosexuelles Verhalten weit verbreitet ist in der Tierwelt (bei über 1500 Arten beobachtet) und dass es in der Natur keine generell festgelegten Geschlechterrollen gibt. So hält sich das Rotstirnige Blatthühnchen einen Männchen-Harem, das Helmkasuar-Männchen ist ein alleinerziehender Vater und die Weibchen der Tüpfelhyäne sind aggressiver als die Männchen und weisen einen höheren Testosteron-Spiegel auf.

Körperwelten – Unsere Körper, das schöne Durcheinander der Geschlechtsmerkmale

Die englische Sprache ist genauer, was Geschlechter betrifft: Sie unterscheidet zwischen gender (soziales Geschlecht) und sex (biologisches Geschlecht). Im Deutschen stellt Geschlecht einen ziemlich umfassenden Begriff dar, wir meinen damit nämlich auch die Geschlechtsidentität, also das innere Wissen, welches Geschlecht wir haben. Entsprechend komplizierter wird es, wenn das biologische Geschlecht mit dieser Identität nicht übereinstimmt.

Die Zone «Körperwelten» zerlegt das Geschlechtskonzept in seine Bestandteile und wirft einen umfassenden Blick auf das biologische Geschlecht – das ist komplexer, als wohl die meisten vermuten. Wissenschaftlich gesehen bewegen wir uns als Individuen auf einem Spektrum, das sich zwischen typisch männlich und typisch weiblich auffächert. Das biologische Geschlecht des Menschen wird durch mindestens sieben Aspekte bestimmt. Zudem erklärt dieser Bereich der Ausstellung, wie Geschlecht entsteht und warum es überhaupt Geschlechter gibt.

Die geschlechtliche Vielfalt ist in den allermeisten Fällen nicht als Problem, sondern als Bereicherung zu sehen – dafür steht die fotografische Installation «Wesensreise» von zwei Künstlern (Daniel Bolliger und Timon Imveldt), die mit den naturwissenschaftlichen Fakten im Dialog steht.

Kräfte – Aus gesellschaftlichem Wandel entsteht Energie, kreative und destruktive

Der Mensch ist von Natur aus ein Kulturwesen. In diesem Teil betrachten wir gesellschaftliche Aspekte von Queerness und die kulturellen Auswirkungen unserer geschlechtlichen Vielfalt. Alte Normen und Werte stehen im Wandel, das erzeugt Widerstände, aber auch konstruktive Energie, etwa in der Sprache, in der Kultur – und in einzelnen Lebensläufen. Diese Kräfte beleuchtet eine Station mit sieben Biografien, ein Sprach- und ein Identitätsquiz. Die Station «Kreativer Motor» gibt einen Eindruck von der schieren Fülle an queerer Kultur und «destruktive Kräfte» zeigt die Realität, dass queere Menschen noch immer unter Diskriminierung und Gewalt leiden. Am «Baum der Bekenntnisse» beantworten vier helle Köpfe (etwa der Psychoanalytiker Peter Schneider) vier relevante Fragen – zum Beispiel, was eigentlich natürlich ist oder wie queer die Bibel ist.

Zukunft – So denken wir morgen über Geschlecht und Sexualität

Auf der Galerie können die Besuchenden nicht nur einen Blick auf die Ausstellung von oben werfen, sie werfen auch einen Blick in die Zukunft. Wie sieht unsere Gesellschaft in zwanzig Jahren aus? Wir greifen hier zwei Brennpunkte auf (Sport und Männer, die Kinder gebären) und lassen zum Schluss der Ausstellung die Jugend zu Wort kommen, welche die Gesellschaft von morgen prägt.

Was ist besonders an dieser Ausstellung?

Kultur und Natur

Die Ausstellung ist bestimmt keine klassische Ausstellung für ein Naturhistorisches Museum, sie schlägt eine Brücke zwischen Natur und Kultur. Sie thematisiert nicht nur die Tierwelt und den Menschen als biologisches Wesen, sie berührt auch die kulturellen und gesellschaftlichen Aspekte, die sich daraus ergeben.

Meine persönliche Expedition

Die Besuchenden sollen auch über sich selber nachdenken. Aus diesem Grund erhalten sie ein Expeditionsheft zur Hand, mit dem sie animiert werden, ihre Ansichten und eigene Identität zu hinterfragen – und ihre Ansichten auch in der Ausstellung zu hinterlassen.

Besuchendenführung

Der Rundgang ist nicht linear aufgebaut. Es gibt keinen vorgegeben Weg, den die Besuchenden ablaufen müssen. Wie bei einer echten Expedition: Die Besuchenden suchen sich ihren eigenen Weg.

Altersempfehlung

Wir empfehlen die Ausstellung für Kinder ab 12 Jahren. Es ist aber nicht untersagt, die Ausstellung mit jüngeren Kindern zu besuchen.

Lebende Tiere

In der Ausstellung sind lebende Tiere zu sehen. Alle Tiere werden auf tiergerechte Weise gehalten. Das Seepferdchen-Aquarium wurde vom Tierpark Bern konzipiert und mitbetreut

«Queere» Tiere erleben

Erleben Sie Geschlechtervielfalt in natura! In Kooperation mit dem Naturhistorischen Museum Bern bietet der Tierpark Bern während der Dauer der Ausstellung einen Rundgang zu «queeren» Tierarten im Vivarium (Gratis-Eintritt für Ausstellungsbesuchende).

Achtung: Derzeit ist das Viviarum auf unbestimmte Zeit geschlossen. Der Rundgang ist erst zu besichtigen, wenn das Vivarium geöffnet hat. Weitere Information auf der Webseite des Tierparks Bern

Exhibition credit

Impressum

Gesamtleitung

Christoph Beer

Projektleitung

Katharina Weistroffer

Konzept

Peter Auchli, Timon Imveldt, Simon Jäggi, Christian Kropf, Thea Sonderegger, Katharina Weistroffer

Wissenschaftliche Kuration

Christian Kropf

Ausstellungskuration

Simon Jäggi

Steuergruppe

Nino Fund, Henry Hohmann, Bernhard Pulver, Michael Schorer, Detlef Vögeli, Flavia Wasserfallen

Gestaltung

Szenografie

Peter Auchli, Thea Sonderegger

Visuelle Gestaltung und Illustrationen

Thea Sonderegger

Grafik

Jonas Oehrli

Präparation

Sirpa Kurz, Constantin Latt, Angélique Oberholzer, Sarah Rainer-Pranter, Martin Troxler

Inhalt und Text

Texte

Simon Jäggi, Christian Kropf

Interviews

Simon Jäggi

Lektorat und Korrektorat

Henry Hohmann

Übersetzungen

Supertext, Henri-Daniel Wibaut, Eva Reynolds

Mitarbeit «Identitätsquiz», «Komplimen-Tier»

Piet Baumgartner, Lukas Frei, Anna Rosenwasser

Transkription

Lomotion AG, Effie Kammer

Künstler «Wesensreise»

Daniel Bolliger, Timon Imveldt

Mitarbeit «Kreativer Motor»

Timon Imveldt

Medien

Multimediakonzept und Interaction Design

Peter Auchli

Filme und Schnitt

Lomotion AG

Audio

Peter von Siebenthal, Projektstudio GmbH

Sprecher*innen

Fabienne Biever, Noah Egli, Barbara Heynen, Marie Omlin, Milva Stark, Diego Valsecchi

Interviews

Audrey Aegerter, Paula Angst, Kaspar Blumenstein, Marianne Dahinden, Henrik von Dewitz, Dominik Dummermuth, Jael l'Epplattenier, Henry Hohmann, Tanja Krones, Daniel Kuhn, Soukey Mboup, Deborah Mühlebach, Marie-Lou Nussbaum, Monika Risse, Peter Schneider, Achim Steffen, Pöili Vaucher, Zéphyr Vaucher, Mathias Wirth, Florian Zbinden

Schauspiel und Mitarbeit Intro

Jovana Hitz

Model Plakat

Jovana Hitz

Öffentlichkeitsarbeit

Bildung und Vermittlung

Katharina Lienhard, Andrea Röhrig, Martin Ryser

Mitarbeit Bildung und Vermittlung

Félix Duméril, Basil Huwyler, Diego Valsecchi

Marketing und Kommunikation

Sonja Delz, Anna-Pierina Godenzi, Simon Jäggi

Pressefotografie und Dokumentation

Nelly Rodriguez

Rahmenprogramm

Sonja Delz, Anna-Pierina Godenzi, Simon Jäggi, Katharina Lienhard

Technik und Bauten

Möbelbau und Objektmontage

Markus Holzer, Stephan Schlup

Bauten

Gratschi Jud

Elektro-und Technikarbeiten

Christian Bähler, Marc Bähler, Denise Mast

Bodenlegearbeiten

Daniel Stern

Lichtplanung

Mati AG

Animatronic «Red Queen», «Identitätsquiz»

Renato Grob

Grafikproduktion

Lettra Design

Maler und Tapezierarbeiten

Burkhard & Co, Thomas Schmutz

Dank an Hannes Baur, Philipp Brunner, Jürg Hadorn, Roman Heggli, Stefan Hertwig, Anette Kuhn, Eike Neubert, Lukas Rüber, Manuel Schweizer, Valentina de Vos, Klaus und Lise-Lotte Wechsler, Mirjam Werlen, Fredy und Gaby Zbinden

 

Naturhistorisches Museum Wien, Naturhistorisches Museum Basel, Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt am Main, Stapferhaus Lenzburg, Tierpark Bern, Queerbooks