Museumsbier geht in die zweite Runde

Medienmitteilung

To what's on
Museumsbier
Museumsbier NMBE/Schäublin

Letztes Jahr noch ein Versuch, nun die zweite Runde: Zum «Museumsbier» öffnen fünf grosse Berner Museen nach Feierabend ihre Tore und laden ein, den Apéro mit einem Ausstellungsbesuch zu verbinden. Die gemeinsame Initiative der beteiligten Häuser und des Vereins Museen Bern will neues Publikum in die Museen bringen – was beim Pilot im letzten Jahr gelungen ist.

Die gängigen Öffnungszeiten der Museen zielen oftmals an der Lebensrealität der werktätigen Bevölkerung vorbei: Auch in Bern haben Museen unter der Woche meist nur bis 17 oder 18 Uhr geöffnet. Die Häuser schliessen ausgerechnet dann, wenn ein grosser Teil potentieller Besucherinnen und Besucher Zeit hätte, eine Ausstellung zu besuchen. Vor einem Jahr hat eine Gruppe Berner Museen daher die Initiative gestartet, das Bedürfnis nach abendlichen Museumsbesuchen auszuloten und zu wecken. Der Pilotversuch verlief vielversprechend. An sieben Abenden besuchten 1300 Menschen die sechs beteiligten Häuser. Auffällig war dabei, dass es durch «Museumsbier» gelungen ist, eine neue Klientel anzusprechen. Die verlängerten Öffnungszeiten und das gastronomische Angebot tragen offenbar bei einem jüngeren Publikum dazu bei, die Schwelle zu senken, ein Museum zu betreten. Die Mehrzahl der Institutionen hat entschieden, das Projekt im neuen Jahr fortzuführen. Neu beteiligt sich auch das Bernische Historische Museum am «Museumsbier». Die zweite Runde «Museumsbier» findet vom 10. Januar bis zum 14. März jeweils am Donnerstag von 17 bis 20 Uhr im Alpinen Museum der Schweiz, dem Bernischen Historischen Museum, dem Kunstmuseum Bern, dem Museum für Kommunikation und dem Naturhistorischen Museum Bern statt. Museen Bern unterstützt das Projekt.

Neues Publikum, andere Atmosphäre

Die Idee von «Museumsbier»: Kulturinteressierte Menschen sollen das Feierabend- Getränk in einem Museum geniessen können – und mit einem Ausstellungsbesuch verbinden. Trotz dem Bar-Angebot stehen die Ausstellungen im Zentrum der Häuser. Es sind daher bewusst keine zusätzlichen Angebote wie Führungen oder Konzerte geplant. Was der Pilot im letzten Frühling gezeigt hat: Die Atmosphäre ist eine andere als bei einem Besuch am Tage, die blaue Stunde verleiht den Häusern eine eigentümliche Stimmung. In manchen Häusern können die Getränke sogar in der Ausstellung genossen werden, was ebenfalls eine neue Erfahrung darstellt. Zudem ermöglichen die Bars auch einen Austausch unter den Besuchenden.

Swiss Pale Ale als offizielles Bier

Jedes Museum bietet eine Bar und öffnet mindestens eine Ausstellung. Das erste Getränk ist mit einem kleinen Aufpreis von CHF 5 verbunden und ermöglicht so einen günstigen Eintritt ins Museum. Selbstverständlich beschränkt sich das Getränke- Angebot nicht auf Bier. Jedes Museum gestaltet aber sein Angebot selbstständig. Was es aber gibt: das offizielle Museumsbier, das exklusiv in allen fünf Häusern ausgeschenkt wird – es handelt sich um ein Swiss Pale Ale der Kleinbrauerei Aare Bier aus dem bernischen Seeland.