Die Bauleute helfen mit, Fossilien zu finden

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Paläontologie Baustelle Bahnhof Bern
Ursula Menkveld schult Mitarbeitende des SBB-Grossprojektes. NMBE/ Bernasconi

Bis ins Jahr 2025 wird der Bahnhof Bern ausgebaut: Während der Bauzeit können Paläontologen des Naturhistorischen Museums den Aushub nach Fossilien untersuchen – in der Hoffnung auf einen neuen Sensationsfund. Unsere Paläontologin Ursula Menkveld berichtet laufend über Fortschritte.

Kürzlich konnte ich auf der Grossen Schanze im Sitzungszimmer in einem Baucontainer Mitarbeitende des SBB-Grossprojektes schulen. Mit dabei waren unter anderem ein Bauleiter, der Projektleiter Los 1, ein Geologe und Bauleute von der Front.

Alle waren sehr interessiert und überrascht wie sehr sich gleichaltrige Gesteinen dieses Flusssystems je nach Ablagerungsort unterscheiden und waren begeistert verschiedenste Fossilien aus der Unteren Süsswassermolasse zu sehen. Wir vereinbarten, dass der Geologe uns ab und zu Proben bringen wird, welche durch Siebe gewaschen werden können und auf Mikrofossilien (Zähne kleiner Säugetiere, Armleuchteralgen) untersucht werden können. Falls auf der Baustelle auffällige Verfärbungen oder «komische» Einschlüsse auftauchen, werden wir durch den Bauleiter informiert werden.

Der Geologe arbeitet ebenfalls für den RBS und wird uns auch von diesen Baustellen ab und zu Proben zum Untersuchen bringen. Falls etwas Spannendes herauskommt, können wir aufgrund seiner Angaben, jederzeit herausfinden, wo dieses abgebaute Material in der Zwischenzeit deponiert worden ist und erhalten Zugriff dazu. Kurz haben wir durch ein schmutziges Schaufenster in der Bauabschrankung Einblick in die Baustelle erhalten, im Moment sind die Arbeiter daran, das Fundament für den grossen Baukran zu setzen.

Ursula Menkveld