Führung: Ein brauner Käfer namens Adolf Hitler

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Ein brauner Käfer namens Adolf Hitler – Wie Insekten zur Ihren Namen kommen

 

Eine öffentliche Führung mit Hannes Baur

Anophthalmus hitleri lautet der wissenschaftliche Name des kleinen Laufkäfers. Der räuberische Höhlenbewohner Sloweniens wurde 1937 vom deutschen Insektensammler Oscar Scheibel als neue Käferart erkannt und nach Adolf Hitler benamst. Scheibel war ein Verehrer des Diktators. Aufgrund wissenschaftlicher Regeln wurde die Art nie umbenannt, was man durchaus als problematisch betrachten kann. Allerdings handelt es sich um eine braune, augenlose und ziemlich unansehnliche Käferart, daher wurde dem Diktator eher eine zweifelhafte Ehre zuteil. Die einzige Tierart mit kuriosem Namen ist der «Hitlerkäfer» aber keineswegs. 
 
Ob Heteropoda davidbowie, Bursina borisbeckeri oder Agra schwarzeneggeri: Es gibt etliche Tiere, deren wissenschaftliche Benennung durch eine bekannte Persönlichkeit inspiriert wurde. Seit der Publikation des Werkes Systema Naturae von Carl von Linné vor über 250 Jahren trägt jede Spezies einen wissenschaftlichen Namen. Vielen gab er bereits selber Namen, z.B. für die Sandlaufkäfer den Gattungsnamen Cicindela. Die meisten Arten wurden jedoch erst später entdeckt und nach Linnés System mit einem Doppelnamen benannt. Wie die Forscher bei der Benennung vorgehen und welche Kuriositäten dabei zustande kamen, davon handelt die Führung des Insektenspezialists Hannes Baur, der selber schon eine Wespe nach Brian Jones benannt hat. 
PreisDatum

Regulärer Eintrittspreis. 

Bei der Mittwoch-Abendführung ist zusätzlich ein Gratiseintritt für den Museumsbesuch an einem frei wählbaren Datum inbegriffen.

1. März 2017 - 18:00 - 19:00