#Bahnhofsnashorn – eine Baustelle lässt 20 Millionen Jahre tief blicken

Datum: 
9. Oktober 2017

Bis ins Jahr 2025 wird der zweitgrösste Bahnhof der Schweiz ausgebaut: Während der Bauzeit können Paläontologen des Naturhistorischen Museums Bern den Aushub nach Fossilien untersuchen.  Die kleine Sonderschau #Bahnhofsnashorn zeigt im Museum ein halbes Jahr lang einen Nashornschädel, der vor 150 Jahren in der Nähe des Bahnhofs gefunden wurde.

 

Dem Bau der Tiefenaustrasse vor über 150 Jahren sind bedeutende Fossilienfunde zu verdanken. Häftlinge, die auf der Baustelle schuften mussten, entdeckten diese Fossilien, darunter einen Schädel eines urzeitlichen Nashorns. Vor gut 20 Millionen Jahren lebten also Nashörner in der Nähe von Bern. Es herrschte ein subtropisches Klima.

Nun wird in derselben Gesteinsschicht wieder gegraben. Bis ins Jahr 2025 wird im Rahmen von Zukunft Bahnhof Bern der zweitgrösste Bahnhof der Schweiz ausgebaut. Der RBS ermöglicht den Paläontologen des Naturhistorischen Museums Bern, den Aushub nach Fossilien zu untersuchen – eine willkommene Chance für die Wissenschaft.

Sonderschau #Bahnhofsnashorn

Über die gesamte Bauzeit wird das Naturhistorische Museum Bern über seine Forschungsarbeiten an der Baustelle berichten. Unter dem Stichwort #Bahnhofsnashorn werden über die Arbeiten und allfällige Funde auf der Webseite und auf Social Media berichtet. Zum Auftakt zeigt die Institution der Burgergemeinde in einer kleinen Sonderschau den originalen Nashorn-Schädel (1. Oktober 2017 bis 31. März 2018)