Planggenstock-Kristalle

Riesenkristalle – der Schatz vom Planggenstock

Der Schatz vom Planggenstock ist einer der bedeutendsten Kristallfunde des Alpenraums. Er ist in der «Schatzkammer» des Naturhistorischen Museums Bern zu bewundern. Hier liegen fast zwei Tonnen Bergkristall von seltener Schönheit. Raffiniert beleuchtet, scheinen die glasklaren Mineralien von innen zu strahlen. Langsam dreht sich das Glanzstück der Ausstellung um die eigene Achse: Es ist eine wunderbar komponierte, 300 Kilogramm schwere Kristallgruppe mit einem 107 Zentimeter langen zentralen Kristall.

Geschichte

Am 21. September 2005 öffneten die Strahler Franz von Arx und Paul von Känel in ihrem kleinen Bergwerk am Planggenstock im Kanton Uri einen Hohlraum im Fels. Darin funkelten im Licht ihrer Lampen fast fünfzig aussergewöhnlich klare, grosse, perfekte geformte Bergkristalle und Kristallgruppen. Vor den beiden Mineraliensuchern lag einer der bedeutendsten Kristallfunde der letzten 300 Jahre. Im Jahr 2010 konnte das Naturhistorische Museum Bern diesen einzigartigen Schatz erwerben. Er bereichert seit dem Mai 2011 die bedeutende Mineraliensammlung des Museums – und mit seiner Schönheit alle, die ihn betrachten. 

Ausstellung

Die Ausstellung ist in drei Bereiche gegliedert. Zentraler Teil ist die «Schatzkammer», ein abgedunkelter Raum, wo die raffinierte Beleuchtung die Kristialle von innen her leuchten lässt. Neben der Schatzkammer liegt ein gemütlicher Kinoraum. Hier läuft der Kurzfilm «Hüter der Erde» des Filmemachers Bruno Roth. Der Film dokumentiert eindrücklich die Arbeit der beiden Strahler Franz von Arx und Paul von Känel in ihrer Kluft. Im Raum «Kristallwissen» wird eine Vielfalt von überraschenden Informationen zum Thema Kristall angeboten.

Geocaching

Seit Februar 2014 gibt es in der Ausstellung Planggenstock-Kristalle im Rahmen der weltweiten Schnitzeljagd und Schatzsuche Geocaching einen sogenannten EartchCache zu enträtseln.

Spektakuläre Neuzugänge

Neu bereichern drei Quarz-Leihgaben die Ausstellung. Es handelt sich um spektakuläre Raritäten: Grösse und Anordnung der Pyrit-Einschlüsse in glasklarem Bergkristall sind weltweit einmalig. Die Kristalle sind 1986 in der Edelsteinstadt Idar-Oberstein aufgetaucht. Dort waren sie eine Sensation – Händler haben die Objekte aus einer brasilianischen Mine als einzigartig erkannt und quasi über Nacht für eine Ausstellung schleifen lassen.

(Foto: Thomas Schüpbach)
 

Partner

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Steine der Erde und der Schatz vom Planggenstock

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