C'est la vie

30. August 2008



Die Erforschung des Lebens gehört zum Faszinierendsten, was die Naturwissenschaften zu bieten haben. Anhand von über 1’000 Exponaten, interaktiven Stationen und Themenwelten erzählt die Ausstellung im Naturhistorischen Museum der Burgergemeinde Bern, wie Leben entsteht und vergeht, vom konfliktreichen Tanz der Geschlechter und von der wundersamen Welt im Kopf – von jenen Kernfragen des Lebens, die uns von der Wiege bis zur Bahre beschäftigen, aufwühlen und beglücken.

Anfang und Ende
Leben ohne Tod ist undenkbar. Die Ausstellung zeigt anhand überraschender Inszenierungen vertrauter Lebenszyklen, wie totes Material abgebaut und die Bühne des Lebens als Regenwurm, als «Tiger im Tank» oder als Kinderspielzeug erneut betritt. In einer Werkstatt-Atmosphäre nimmt der Besucher Teil an der Suche nach Leben auf dem Mars und wird mit allerlei Gedachtem zur Frage konfrontiert: Wie ist das Leben entstanden?

Pas de Deux
Lebewesen wollen Leben weitergeben, um jeden Preis. Beim Tanz der Geschlechter wird geworben, gezeugt und geboren. Im Zentrum steht die alles bestimmende Konstellation: Wie kommt das männliche Sperma zum weiblichen Ei? Das pralle Leben pulsiert und hängt gleichzeitig an einem seidenen Faden. Kaum auf der Welt stellt sich schon die Frage, wer überlebt. Leben heisst eben auch sterben: Diese unangenehme Wahrheit lauert hinter all der Pracht und Schönheit des Lebens.

Welt im Kopf
Zurzeit ist kaum ein naturwissenschaftliches Thema in den Medien so präsent wie die Gehirnforschung. Wer bin ich und was passiert in unseren Köpfen, wenn wir lernen, sprechen oder träumen? Im «Oberstübchen» der Ausstellung betritt der Besucher im wahren Wortsinn das Wunder des Gehirns. Erst die Schaltzentrale im Kopf ermöglicht uns den Zugang zur Welt. Ist unsere Wahrnehmung die Realität oder bloss ein verfremdetes Bild der Wirklichkeit? Die Welt, wie wir sie wahrnehmen, ist eine äusserst unstete Sache, deren Aussehen davon abhängt, mit welchen Augen, Nasen oder sonstigen Sensoren sie wahrgenommen wird. Sinnesorgane vermitteln dem Gehirn Formen, Farben, Töne und Gerüche und entwerfen so ein Bild von der Wirklichkeit. Diese kann für jedes Lebewesen durchaus unterschiedlich aussehen - und auch ab und an aus den Fugen geraten wie in der Show der Sinne.

Exploratorium
Selber forschen lautet das Motto im Exploratorium. Hier können die Besucher anhand lebender Küken, Frösche und Schmetterlinge, interaktiver Stationen und eines Labors in Echtzeit beobachten, wie Leben entsteht und vergeht. Sie testen die eigenen Sinne oder erforschen in Höhlen kriechend die «Unterwelt». Nicht nur die Kleinen finden hier einen Abenteuerspielplatz sondergleichen und können die vielfältigen Aspekte des Lebens unmittelbar erleben, fühlen, riechen, atmen und schmecken.

Selber Forschen



Medienberichte
 Blitzlichter     Medienbericht BZ-Video 19.08.08     Der Bund 20.08.08     BZ 25.08.08     Reginaljournal SR DRS 30.08.08



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