Gesammelte Erkenntnis
Die ursprüngliche und immer noch zentrale Aufgabe der Naturmuseen ist die Bewahrung und Betreuung des Sammlungsguts.
Zeugnisse des Artenreichtums...
Zoologische (auch botanische) und erdwissenschaftliche Sammlungen sind wertvolle, unersetzbare
Dokumente der Vielfalt der Natur. Sie müssen deshalb auf möglichst lange Zeit hinaus erhalten
werden. Die Sammlungsobjekte dokumentieren das geographische und zeitliche Vorkommen von
Organismen oder geologischen Bildungen. Gleichzeitig sind sie das Resultat und die Zeugen von
historischen Entwicklungsprozessen - der Stammesgeschichte der Tiere und Pflanzen bzw. der
Bildungsprozesse unserer Erde, von Gesteinen und Mineralien.
...und der individuellen Variation
Zur Dokumentation des Vorkommens sind Belege von möglichst vielen Fundorten erforderlich. Im
biologischen Bereich sind zudem umfangreiche Stichproben notwendig, welche die Variation
zwischen den Individuen einer Art erkennen lassen. So wie es Menschen verschiedener
Körpergrösse, Augen- und Haarfarbe gibt, sind auch Tier- und Pflanzenarten individuell
unterschiedlich - die Biologie kennt keine Doubletten! Dies erklärt die Notwendigkeit von
grossen Serien in den wissenschaftlichen Sammlungen, aber auch die Erfordernis, Informationen
über die eigenen Sammlungsbestände an andere Museen weiterzugeben und das Sammlungsmaterial
weltweit für die Forschung zugänglich zu machen.
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